Seit der Fusion der beiden Abteilungen zu einer Gesamtwehr im Jahr 1997, waren Ausrüstung und Personal der Feuerwehr Weisenbach auf zwei getrennte Gerätehäuser und einen separaten Lagerraum in den Ortsteilen Weisenbach und Au verteilt. Deshalb, und aufgrund der Tatsache, dass die bestehenden Gerätehäuser mittlerweile viel zu klein waren und den Anforderungen in den Bereichen Sicherheit und Hygiene nicht mehr entsprachen, wurde ein gemeinsames Gerätehaus für die in dieser Form noch junge Feuerwehr Weisenbach geplant.

Im Jahre 2003 fiel dann nach langer Standortsuche der Startschuss für den Neubau im Ortsteil Au mit dem ersten Spatenstich. Am Freitag den 21. März 2003 wurde dieser durch Bürgermeister Huber und Kommandant Merkel unter dem Beifall der Anwesenden durchgeführt. Unter den zahlreichen Gästen waren neben Kreisbrandmeister Tremmel, den Damen und Herren des Gemeinderats auch eine Abordnung unserer Partnerfeuerwehr Bochum-Dahlhausen.

Nach nur 13 monatiger Bauzeit und einer enormen Zahl an erbrachten Eigenleistungen, konnte das Gerätehaus am Freitag den 14. Mai 2004 seiner Bestimmung übergeben werden. Bürgermeister Huber lobte in seiner Rede das Engagement der Wehrleute und betonte das die Baukosten durch die Eigenleistungen deutlich unter der veranschlagten Summe lag, was gerade im Hinblick auf die finanziellen Mittel der Kommune erfreulich war. Viele anwesende Gäste sprachen ihre Glückwünsche aus, darunter der Bundestagsabgeordnete Götz, Kreisbrandmeister Tremmel, die Leiter der Partnerfeuerwehren aus Bochum-Dahlhausen und Wasserzell, Vertreter der Partnergemeinde Kriebstein sowie Vertreter der örtlichen Vereine. Ein 3-tägiger "Tag der offenen Tür" mit der Möglichkeit die neuen Räume ausgiebieg zu begutachten und die Durchführung der Landkreisweiten Leistungsabzeichen, bei der zwei Teams der Feuerwehr Weisenbach das Leistungsabzeichen in Gold errangen, rundeten den Festakt ab.

Als wesentliche Neuerung im Gegensatz zu den beiden alten Gerätehäusern ist das neue Haus der Feuerwehr Weisenbach ausgestattet mit separaten Umkleideräumen für Männer und Frauen, die von der Fahrzeughalle getrennt sind und durch die räumliche Anordnung die Einhaltung der Schwarz-Weiß-Trennung gewährleisten. Auch sind nun eine ausreichende Anzahl an Toiletten und Duschkabinen vorhanden, um nach einem besonders intensiven Einsatz, oder während langanhaltender Schadensereignisse duschen zu können. Die Fahrzeugboxen wurden großzügig konzipiert, damit ein gefahrloses Ein- und Aussteigen an den Einsatzfahrzeugen möglich ist. Ebenso besteht die Möglichkeit bei schlechter Witterung die Ausbildung in der Fahrzeughalle durchzuführen.

Im Untergeschoß finden sich getrennte Werkstätten für die Atemschutzgerätewarte und die Elektroprüfung, sowie ein Lager für Einsatzmaterial und ein Raum für die Jugendfeuerwehr. Ein großer Unterrichtsraum konnte im Obergeschoß realisiert werden, zusammen mit einer Küche für die Verpflegung und einem Büro für den Kommandanten.